Rechtsanwaltskanzlei Roß - Fachanwalt für Strafrecht - Fachanwalt für Verkehrsrecht
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Nicht überlagernde Schäden

Sind der aktuelle Schaden und der vorherige Schaden nicht überlagernd, so ist die Geltendmachung lediglich der Reparaturkosten nicht davon abhängig, ob der vorherige Schaden behoben wurde.

Dennoch muss der Geschädigte bei vorherigen Beschädigungen zu diesen vortragen, damit das Gericht ausschließen kann, dass die vorherige Beschädigungen Einfluss auf die Geltendmachung des Anspruches haben (OLG Köln, Beschl. v. 08.04.2013 – 11 U 214/12 = NZV 13, 445). Der Geschädigte muss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausschließen, dass Schäden gleicher Art und gleichen Umfangs bereits zuvor vorhanden waren. Auch wenn vorherige und aktuelle Beschädigung nicht deckungsgleich sind, muss der Geschädigte durch Angaben zu den vorherigen Schäden das Gericht in die Lage versetzen, genau dies zu beurteilen.

Das Gericht muss zum einen davon überzeugt sein, dass die geltend gemachten Beschädigungen auf das aktuelle Schaden Ereignis zurückzuführen sind, zum anderen davon, dass die behaupteten Reparaturarbeiten zur Behebung des Schadens erforderlich sind.

Je nach Umfang der aktuellen bzw. der vorherige Schäden kann es auch erforderlich sein, dass der Geschädigte konkret zum Umfang und zum Reparaturaufwand der vorherigen Beschädigungen vorträgt. Es kann nämlich sein, dass durch die vorherige Beschädigung bereits der Austausch eines großen Bauteiles notwendig wurde, welches durch den aktuellen Unfall ebenfalls beschädigt wurde. Dann genügt es nicht, lediglich zu sagen, bei dem vorherigen Schaden wurde das Bauteil linksseits und bei dem jetzigen Schaden rechtsseits betroffen. Man kann sich dies bei einer Tür plausibel vor Augen führen, welche schon vor dem aktuellen Schadensfall mit Beulen übersät war.

 

 

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